Gartenordnung

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                                           Gartenordnung / Anhang

                                         

                                                    Vorwort

 

       Kleingärten gehören zum Öffentlichen Grün unserer Städte , sie

       verbessern unsereLebensqualität in den Städten und leisten einen

       wesentlichen Beitrag zur Qualität unseres Lebensraums .

       Sie bieten der Familie die Möglichkeit , Obst und Gemüse für den

       Eigenbedarf durch Anbau und Ernte zu decken , und dienen der Erholung .

       Im zunehmenden Maße übernehmen Kleingärten sozialpolitische Aufgaben ,

       wie den Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit und bieten so für Jung und Alt

       eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung .

 

                                                    I. Allgemein

1.1   Die Gartenordnung in ihrer gültigen Fassung ist Bestandteil des Einzelpachtvertrag

       und ist für jeden Pächter bindend. Mit der Unterschrift bei Abschluss des Pachtvertrag

       erkennt der Pächter diese Gartenordnung / Anhang an .

 

1.2.  Diese Gartenordnung / Anhang regelt die Gestaltung , Nutzung und die

        genehmigungsbedürftigen Maßnahmen auf dem von der Stadt Minden

        dem Bezirksverband Minden der Kleingärtner e.V.  ( Generalpachtvertrag )

        und der ihm angeschlossenen Kleingartenvereine überlassenen

        Städtischen Grundstücke .

 

1.3  Diese Gartenordnung ist inhaltlich mit den Städtischen Betrieben Minden

      S  2.2 und dem Bezirksverband Minden der Kleingärtner e.V abgestimmt .

 

1.4  Im Rahmen der Gartenordnung / Anhang  sind Vereinsvorstände und

      Fachberater weisungsberechtigt , ihren Anweisungen ist Folge zu leisten .

      Verstöße gegen die Gartenordnung bzw Gartenordnung / Anhang ,

      die nach schriftlicher Aufforderung / Abmahnung in einer angemessenen

      Frist nicht behoben sind , können zur Kündigung des Pachtverhältnisses

      führen .

       ( BkleinG § 9 Pk. 1 u. GO Anhang VII  )

 

1.5  Die Stadt Minden als Grundstückseigentümer hat das Recht ,

      die Kleingartenanlagen jederzeit durch ihre mit einem Ausweis

      versehenen Beauftragten ohne vorherige Ankündigung zu betrete

      und so eine Kontrollfunktion auszuüben.

 

1.6  In der Vegetationszeit ist in der Kleingartenanlage mindestens ein Haupttor

      bis zum Einbruch der Dunkelheit offen zu halten, soweit sich Kleingärtner

      in der Anlage befinden .     ( Öffentliches Grün )

 

1.7  Auf den Spielplätzen der Kleingartenanlagen haben Eltern die

       Aufsichtspflicht ! Die Verkehrssicherungspflicht liegt bei den

       Kleingartenvereinen .

                                                                                                                   

                                                                                                                                            

                                II.  Kleingärtnerische Nutzung

 

  2.1     Jeder Kleingarten ist sichtbar mit einer Gartennummer zu versehen !

 

  2.2    Gemäß  §1 BKleinG  ist ein Garten , der dem Kleingärtner zur nicht

          erwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung , insbesondere zur Gewinnung

          von Gartenerzeugnissen für den Eigenbedarf und zur Erholung dient .

          Beide Merkmale sind also zur Begriffserfüllung der kleingärtnerischen Nutzung

          erforderlich. Die Gestaltung des Kleingartens muss diesen beiden

          Begriffsmerkmalen entsprechen Mindestens ein Drittel der nicht überbauten

          Kleingartenfläche  (Gartenlaube ) ist gärtnerisch zu nutzen

          ( Bepflanzung mit Ziersträucher, Stauden und Blumen usw. ) Zur Erzeugung von

          Obst und Gemüse ein weiteres Drittel der Gartenfläche zu gestalten,

         der übrige Teil ( 1/3 )  dient der Erholung .

 

2.3   Es ist sowohl eine Überpflanzung der Gartenfläche  ( nur Obstbäume / Rasen

       Blumen nicht gestattet , und auch eine Beschattung des Nachbargartens ist zu

       vermeiden. Auf die Grenzabstände ist zu achten .

 

2.4   Der Kleingarten ist von sämtlichen Abfall und Gerümpel ( Schrott )

        sauber zu halten !  Es dürfen keine gefährlichen Stoffe gelagert werden.

        Auf die Einhaltung achten Vorstände , Fachberater und Garten-

        und Wegwarte . Ihren Anweisungen und Aufforderungen ist diesbezüglich

        Folge zu leisten ! Hier können Abmahnungen und weitere Schritte

        eingeleitet werden .

        Der Garten darf nicht verwildern , die s hat nichts mit Natur- 

        oder Ökologischen Gärtnern zu tun !

 

2.5   Jeglichen Verbrennen von Pflanzenabfällen und Müll ist in den einzelnen

        Parzellen  und in den Kleingartenanlagen verboten !

 

2.6   Förderung und Schutz der Bienenhaltung ist eine besondere Verpflichtung der

       Kleingärtner Gemeinschaft . Bienenhaltung ist nur durch Genehmigung des

       Vorstands gestattet , und gesetzliche Verordnungen und die Anmeldung

       beim hiesigen Veterinäramt  wird voraus gesetzt . Pro Kleingartenanlage

       sollte nur ein Imker Völker führen .

 

2.7   Alle Kleingärtner sind für die Kleingartenanlagen Pflege zuständig , und haben

       hierzu Gemeinschaftsstunden ( Pflichtstunden ) zu leisten ! Diese soll auch

       den Gemeinschaftssinn stärken.

      Jeder Kleingartenverein regelt dieses intern .

 

 

                                            III . Gestaltung der Kleingärten

3.1  Obstgehölze

       Hochstämme sind nicht gestattet ! Noch vorhandene Altbestände in den

       Kleingartenanlagen sind durch Schnittmaßnahmen gesund zu erhalten !

       Eine radikale Kappung der Krone ist nicht zulässig , sie stören das

       bestehende Gleichgewicht des Baumes zwischen Wurzel , Stamm und Krone .

       Die Kappung ist kein Pflegeschnitt -  damit werden Bäume zerstört .

       ( ZTV – Baumpflege Ausgabe 2006  / FLL = Forschungsgesellschaft

       Landschaftsentwicklung  Landschaftsbau  e.V.  )

                                       

                        

                                                                                                                                                                                                                     

Halbstämme :  Pro 200 m² Parzellengröße ist ein Halbstamm erlaubt . 

                        Der Pflanzungsabstand zur Gartengrenze beträgt 4.00 m.

 

Viertelstämme Spindel und Buschbaum : Diesen Baumtypen ist stets

                        der Vorzug zu geben, mit einer ausgewachsenen Höhe von 3.50 m.

                        Der Pflanzungsabstand zur Gartengrenze beträgt 2.00 m .

 

Beerenobst :    wie Johannisbeeren , Jostabeeren , Stachelbeeren Himbeeren,

                        Brombeeren etc. sind als Buschform oder Stämmchen zu verwenden .

                        Himbeeren und Brombeeren können am Gerüst ( Spalier ) in Reihen

                        gepflanzt  werden .

3.2

                                      Empfohlene Unterlagen für Obstgehölze

 

Apfel ( kleine Gärten )

 M 9  / M 26 /  M 27

Apfel ( größere Gärten )

 MM  106 /  M  7 /  M 2

Birne

Auf Quitte  A

Kirsche

Auf Gisela

Pflaume

Auf Julien A

     

 

3.3

                                           Einzuhaltende Grenzabstände

 

                              Kernobst ( Niederstämme , Stammhöhe  bis 60 cm

 

Kernobst

Empfohlener Pflanzabstand

Verbindlicher Grenzabstand

        ( ab Stammmitte )

Apfel

3.00 m

2.00 m

Birne

3.00 – 4.00 m

2.00 m

Quitte

3.00 – 4.00 m

2.00 m

Viertel- u. Halbstämme

4.00 m

3.00 m

                                  

      Steinobst ( Niederstämme und Busch )

 

Sauerkirsche

4.00 m

2.00 m

 

Pflaume

4.00 m

2.00 m

 

Pfirsich

3.00 m

2.00 m

 

Aprikose

3.00 m

2.00

 

Süßkirsche auf Unterlage  GiSelA  5

Einzelbaum

3.00 m

 

Säulenobst

2.00 m

2.00 m

Hochwachsende Sorten

2.00 m

3.00 m

         

 

 

                                                               

 Beerenobst

Schwarze Johannisbeere

1.50 – 2.00 m

1.25 m (Büsche/Stämmchen )

Rote u. Weiße Johannisbeere

1.00 – 1.25 m

1.00 m (Büsche/Stämmchen )

Stachelbeere

1.50 – 2.00 m

1.25 m

Himbeeren ( Spalier )

0.40 – 0.50 m

1.00 m

Brombeere ( Spalier )

2.00 m

1.00 m

Brombeere ( aufrecht /stehend )

1.00 m

1.00 m

Heidelbeeren

1.00 m

1.00 m

Maibeeren

1.20 m

1.00 m

Weinreben

1.30 m

1.00 m

andere Gehölze

Form – und Zierhecken

0.50 m – 1.00 m

Ziersträucher

1.00 m – 2.00 m

       

 

3.4  Das Anpflanzen von Waldgehölzen und alle Formen der Nadelgehölze ,

      von Walnuss - und Haselnussbäumen ist nicht zu lässig !

       

3.5  Hecken

       Hecken, die als Einfriedigung der Kleingartenanlagen dienen, sind auf einer

       Höhe von 2.00 m zulässig ! Alle anderen Hecken an Hauptwegen,

       Nachbargrenzen und zur Aufteilung innerhalb der Parzelle sind auf 1.00 m

       zu begrenzen .

       Als Sichtschutzhecke an Terrassen ist eine Schnitthöhe von 1.40 zulässig .

       Die Heckenlänge an einer Terrasse darf auch hier eine Schenkellänge von 4.00 m

       nicht überschreiten .

    

3.6  Heckenschnitt ist laut § 39 Bundesnaturschutzgesetz  im Zeitraum vom

      01.März  bis 30 . September eines Jahres , nur der Formschnitt einer Hecke

      gestattet. Hierbei ist auf Brutnester zu achten und eine Kontrolle durch zuführen

      In den Kleingartenanlagen wird der Schnitt der Hecken unterschiedlich geregelt,

      hier muss der Pächter sich selbst informieren und  dem entsprechend seiner

      Pflicht nachkommen .

      In den Wintermonaten können Hecken bei Bedarf auf den Stock gesetzt

      werden  bzw.  gerodet werden !

                                                                                                                                                               

3.7  Ziergehölze

       hier sind Zier- und Blütensträucher gestattet, die im ausgewachsenen Zustand

       3.50 m nicht überschreiten. Bei der Pflege ist auf den natürlichen Wuchs zu achten,

       genügend Abstand in Pflanzung und keinen Heckenschnitt  ( Bubikopf ) durch

       zuführen.

       Die Fachberater stehen bei Fragen gerne zur Verfügung !

 

3.8    Pflanzenschutz

         Seit dem 01.07.2001 dürfen nur Mittel eingesetzt werden , die mit dem

         Vermerk „  Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulässig  “

         versehen sind . Im Kleingarten sollten nur Bienen ungefährliche 

         Pflanzenschutzmittel  angewandt werden .

         ( Bienenschutzverordnung ) Es sind strikt die Herstellerangaben auf der

         Verpackung  zu beachten !

         Insektizide ( Abtötung / Vertreibung oder Hemmung von Insekten )

         und Fungizide ( chemischer oder biologischer Wirkstoff gegen Pilz-

         oder Sporen Krankheiten ) dürfen nur bei extrem starken Befall

         angewendet werden. Vor Benutzung dieser Mittel sind die Fachberater 

         einzubeziehen . Bei Anwendung ist der Vorstand zu informieren .

 

3.9   Herbizide ( lat. Herba =  Kraut , Gras und lat. ceadere  = töten )

        In den Kleingartenanlagen sind grundsätzlich keine Unkraut

        Vernichtungsmittel zu lässig . ( siehe § 27 Abs. 8 laut Satzung )

 

3.10  Bodengesundheit / Kompostierung

         Jeder Kleingärtner hat auf eine gute Bodengesundheit zu achten , aus

         diesem Grund sollte  alle 3 Jahre eine Standardbodenuntersuchung

         durch geführt werden . Die Düngung im Garten ist in erster Linie mit organischen

         Düngern zu vollziehen . Ferner ist eine gute Kompostierung ausschlaggebend

         und anzuwenden ! Somit sollte in jedem Kleingarten eine Kompost Ecke angelegt

         werden. Es dürfen handelsübliche Kompost Behälter aus Holz – Metall – Kunststoff

         verwendet werden , diese dürfen nicht an Haupt - und Nebenwegen gesetzt werden !

         Kompostbehälter dürfen in einer max. Größe von  2 m³  erstellt werden .

 

                                                     IV.  Baulichkeiten

4.1    Befestigung von Wegen / Terrassen

         Für den Wege- und Terrassenbau sind Wegbelege zu verwenden die nicht dauerhaft

         den Boden versiegeln. Wege können auch mit natürlichen Material ( Rindenmulch,

         Splitt oder Graswege ) gestaltet werden .

         Die Verwendung von Beton ist generell nicht zulässig ( das

         Niederschlagswasser   muss im  Boden versickern ! )

         Terrassen dürfen eine Größe von  18 m² nicht überschreiten. Ferner dürfen

         Terrassen nicht mit einer festen Dachkonstruktion als Sonnenschutz

         überbaut und mit der Gartenlaube verbunden sein. Andere Konstruktionen

         dürfen ein max. Maß von 12 m² nicht überschreiten .

 

4.2    Gartenpavillions ( Genehmigung frei )  sind als Sonnenschutz gestattet,

         in der Zeit vom 01.04. - 30.10.  eines Jahres darf ein Pavillion aufgestellt werden.

         Das Gestell darf nicht dauerhaft mit dem Boden verbunden sein .

         Max. Größe  12  m²  gestattet .

                                                                 

4.3   Pergolen ( Genehmigungspflichtig )

        Ständerwerk ohne Flechtzaun dienen als Element der Gartengestaltung z.b.

        Einrahmung von Sitzplätzen , Terrassen . Sie sind nicht als Gartengrenze zu

        verwenden, und das Ständerwerk darf nur ohne Beton gesetzt werden.

        Pergolen könne in einer Länge von  3.00 m und einer Höhe von 2.50 m errichtet

        werden. Sie dürfen nicht mit der Gartenlaube verbunden sein !

        Zur Gestaltung sollten Klettergewächse oder Hängepflanzen  verwendet werden . 

                                                                     

 4.4  Wind  -  Sichtschutzwände ( Genehmigungsflichtig )

       Für eine Sitzecke in der Rasenfläche oder für Terrassen ist es gestattet

       Flechtzäune zu verwenden, diese dürfen im Winkel von 4.00 m Schenkellänge 

       ( 4 Flechtzaun Elemente mit Pfosten ) und einer Höhe von 1.80 gesetzt werden.

       Gabionen als Sichtschutz sind gestalterisch auch ein Blickfang, auch sie dürfen

       in einem Winkel von 4.00 m  Schenkellänge  und einer Höhe und einer Höhe

       von 1.40 m  an  Terrassen  gebaut werden .

 

4.5  Toiletten

       Der Einbau von Spültoiletten in Gartenlauben ist nicht gestattet , ferner

       Sickergruben in oder an Gartenlauben. Campingtoiletten sind gestattet,

       für die Entsorgung ist der Kleingärtener verantwortlich !

       Es darf nicht innerhalb der Parzelle oder über den Kompost entsorgt

      werden !!!

 

4.6  Schornsteine / Feuerstellen

       Die Einrichtung von Schornsteinen und offenen Feuerstellen ist nicht

       zulässig !   

       Ortsfeste Grillstellen sind nur in handelsüblichen Bausatz gestattet. Da es sich

       um eine bauliche Maßnahme handelt , ist eine Genehmigung ein zu holen.

       Der Standort ist so zu wählen,  dass der Gartengrill und seine Benutzung keine

       unzumutbare Störung des Gartennachbarn und der Allgemeinheit zur Folge hat.

       Der Gesamteindruck der Anlage sowie des einzelnen Gartens darf nicht gestört

       werden.

 

4.7   Gartenteiche sind  als  Feuchtbiotope zu sehen  und dementsprechend

       zu gestalten .

       Die reine Fläche des Biotops soll  8.00 m² nicht überschreiten . Die

       Gestaltung ist in Trocken- und Sumpfzone und Randbepflanzung vorzunehmen. 

       Das Teichprofil ist so anzulegen das Kleintiere wieder den Teich verlassen können.

       Die Tiefe ist auf max . 1.00 m  und zu den Rändern auf  0.30 cm festgelegt ! 

       Zur Abdichtung sind Folien und natürliche Materialien wie  Ton  oder vorgefertigte

       Elemente aus Kunststoff  gestattet .

       Reine Fischteiche ( Koi etc. ) sind nicht erlaubt !

       Feuchtbiotope sind Genehmigungspflichtig / Skizze ! Dem Kleingärtner 

       obliegt die Sicherungspflicht dritter gegenüber !

 

4.8  Planschbecken

       In den Sommermonaten kann für Kinder ein Planschbecken aufgestellt werden.

       Dieses darf einen Durchmesser von 1.80 m nicht überschreiten .Pumpen und der

       Einsatz von Chemikalien ist nicht zulässig. Bei der Befüllung ist auf die natürlichen

       Ressoursen  zu achten  !   ( Grundwasser )   

                                                                   

                                                        V.  Baulichkeiten

 

5.1  Gartenlauben ( Genehmigungspflichtig )

       Die Einrichtung sowie die Veränderung von Gartenlauben sind im Bezirksverband

       zur Prüfung und Genehmigung vorzulegen . ( Bauantrag   )  Die Genehmigung

       wird vom jeweiligen Vorstand des Kleingärtnervereins beantragt, und dieser leitet den

       Bauantrag an den Bezirksverband weiter.  Es darf erst mit der Baumaßnahme

       begonnen werden, wenn der Bezirksverband die Genehmigung erteilt hat.

       Abweichungen von einem genehmigten Plan bezüglich Fläche und Höhe stellen

       einen Verstoß  gegen den Unterpachtvertrag dar, und führen zu einem

       sofortigen Rückbau der Maßnahme.

       Die zulässige Größe der Gartenlaube ist durch das BKleinG  § 3 Abs. 2

       vorgegeben und darf 24 m²  einschließlich überdachtem Freisitz nicht überschreiten.

       Gartenlauben sind in einfacher Ausführung zulässig .

 

5.2. Grenzabstand von Gartenlauben zu den Grundstücken mit Verkehrsflächen

      außerhalb der Kleingartenanlage, muss min. 2.00 m betragen. Innerhalb der

      Kleingartenanlage muss der Abstand der Gartenlaube von der Nachbargrenze

      min. 2.00 m betragen, so das der Abstand  zwischen den Lauben 4.00 m beträgt .

                                                                      

                                                                                                                           

5.3  Bestandsschutz ( § 18 Abs. 1- 4  BKleinG  )  ist bei Baulichkeiten die vor

      dem 03.10.1983 rechtmäßig / genehmigt errichtet wurden gegeben.

      Hierunter fallen nicht zusätzliche Geräteschuppen. Werden bauliche

      Veränderungen durchgeführt ist der Vorstand zu informieren bzw.

      eine Genehmigung einzuholen . Bei größeren Vorhaben kann der

      Bestandsschutz erlöschen.

 

5.4  Nicht genehmigte bauliche Maßnahmen müssen bei Beanstandung

      durch den Kleingartenverein , Bezirksverband oder der Stadt Minden

      bzw. bei einem Pächterwechsel  ( Auflage Wertermittlung ) zurück gebaut

      werden. Sie werden auch nicht in der Wertermittlung berücksichtigt !

     ( siehe  Satzung § 29 Abs. 1 -7  )

 

5.5  Gewächshäuser ( Genehmigungspflichtig ) Keine Folienhäuser !

       In Absprache mit der Stadt Minden sind in unseren Kleingartenanlagen

       Gewächshäuser bis max.  6.00 m²  zulässig . Es darf kein Fundament aus Beton 

       ( Streifenfundament ) hergestellt werden. Handelsübliche Bausätze

       ( nicht größer als 6.00 m² ) aus Kunststoff, Glas sind gestattet . Der Dachfirst soll

       max . 2.20 m betragen. Die Form soll als Spitzdach ausgeführt werden.

       Bebauung direkt an / auf der Nachbargrenze sind nicht gestattet.

       Es muss ein Grenzabstand von 1.50 m eingehalten werden.

       Gewächshäuser  in Eigenbaubauweise werden nicht genehmigt !

       Es darf im Winter nicht als Abstellraum genutzt  werden !

       ( Gartenmöbel , Maschinen , Werkzeuge etc. )    

       Bei Missachtung dieser Vorgaben , kann ein Abbau gefordert werden .

       Es gibt in den Vereinen bezugnehmend auf die Größe des Gewächshauses

       auch andere kleinere Maßangaben .   Hier bitte nachfragen !

                                                               

5.6  Tomatenhaus pro Kleingarten ist nur ein Tomatenhaus gestattet. Die Größe

       ist folgend festgelegt :  2.00 m Länge x 0.80 m Breite und 2.20 m Höhe.

       Bausätze dürfen diese Maße nicht überschreiten. Es ist in den Wintermonaten

       November bis Mitte März  abzubauen.

       Bisherige Eigenkonstruktionen aus Fenster oder Duschwandteilen

       sind nach einem Pächterwechsel  zu entfernen !

       Frühbeete sind in den Maßen 2.00 m Länge x 1.00 m Breite x 0,60 m

       Höhe erlaubt.  

       Als Abdeckung darf Folie genutzt werden , oder handelsübliche  Bausätze . 

 

5.7  Schulungsheime ( Gemeinschaftshäuser )

       Für die Einrichtung , An – und Umbauten , ist die bauliche Genehmigung

       der Stadt Minden einzuholen . Der Bezirksverband ist über die Maßnahmen

       zu informieren .   

 

                                   VI.   Pächterwechsel / Pächter Kündigung

       

6.1   Bei Pächterwechsel oder Pächter Kündigung frei werdende Kleingärten sind

       diese dem Bezirksverband zu melden, der Vereinsvorstand hat eine Wertermittlung

       zu veranlassen. Der Kleingarten darf erst dem Neuen Pächter übergeben werden

       wenn der scheidende Pächter den Kleingarten  laut Auflagen der Wertermittler

       und laut der Gartenordnung dem Zustand des § 1 Abs. 1 BKleinG  entspricht

      und erfüllt !

        Eigenmächtige Absprachen unter den scheidenden bzw. Neuen Pächter

       sind  als nichtig anzusehen . 

       Die Abrechnung hat über den Verein zu geschehen !

 

 

6.2   Insbesondere unzulässige  An - und Umbauten, Toilettenanlagen,

       Sickergruben, Schornsteine etc. sind vollständig auf Kosten des scheidenden

       Pächters zu entfernen.

       Handelt es sich hier um ältere Baulichkeiten oder Bäume und Sträucher,

       die mit Wurzel zu roden sind, muss die Kostenübernahme mit dem Vorstand

       geregelt werden .     ( Schuldfrage )

 

                                                                               7

                                                            VII .  Überwachung

        Der Bezirksverband hat die Einhaltung dieser Gartenordnung zu überwachen

        und bei festgestellten Verstößen das Erforderliche zu veranlassen, so das

        ein in dieser  Garten ordnung entsprechender Zustand durch die

        angeschlossenen Kleingartenvereine hergestellt wird .

 

                                                                    VIII.

       Bei Verstößen  gegen die Gartenordnung und den Gartenordnung – Anhang

       sind die Vorstände aufgefordert, ohne Ansehen der Person, diese nicht

      zu dulden und nach mündlicher Ermahnung und im Wiederholungsfalle

      schriftlich abzumahnen.  Zur Beseitigung von Sachverstößen sind Fristen

      zu setzen. Fortgesetzte Verstöße  können, im Rahmen der ausschließlichen

      Aufzählung des § 9 (1) Pkt. 1  BKleinG  wegen vertragswidrigen  Verhaltens ,

     zur Kündigung des Pachtvertrages führen !

 

 

                                                                    VIIII.

       Mit Genehmigung dieser Gartenordnung durch die Städtischen Betriebe

       Minden    S 2.2                                                                                                                                    

       dem Vorstand des Bezirksverband Minden der Kleingärtner e. V. und 

      der Deligiertenversammlung tritt der  bisherige Gartenordnung Anhang

      vom März 2009 außer Kraft.

      Somit ist der neue Gartenordnung / Anhang  2013  bei sämtlichen 

      Begehungen durch die Vereins Vorstände,  des Bezirksverband Minden

      und bei den Wertermittlung / Auflagen  durch zuführen .

 

                                                               Schlusswort :

 

                                „  Garten kann ohne Natur nicht funktionieren  “

      Deshalb  können unsere gärtnerischen Tätigkeiten nur im ökologischen

      Sinn geschehen !

      Jeder sollte die Bodenlebewesen in seinem Garten fördern,

      Nischen für Insekten, Bienen Pflanzenvielfalt bei Gemüse und Blumen

      fördern,  mit seinem Tun im Einklang mit der Natur gestalten und die

      Naturgesetze  berücksichtigen.

      Deshalb hat jeder Kleingärtner sich Fachlich weiterzubilden und die

      Angebote des Bezirksverband Minden und seiner Fachberater  zu nutzen .

 

Minden , März 2013

 

     Helmut Krob                      Thomas Akkermann                            Jürgen Meyer

    Bezirksvorsitzender            Bezirksfachberater                         SBM  Minden